MINI Cooper S Countryman ALL4 steuert durch elbisches Territorium in Island MINI Cooper S Countryman ALL4 steuert durch elbisches Territorium in Island

8 ZAHLEN FÜR DIE ZUKUNFT: UNSER WEG ZUR NACHHALTIGKEIT.

Ohne nachhaltige Produktion gibt es keine umweltfreundliche Mobilität. Darum hat sich MINI als Marke der BMW Group zum Ziel gesetzt, auch bei Rohstoffen und in der Fertigung ein Höchstmass an Nachhaltigkeit zu erreichen. Lesen Sie weiter und erfahren Sie acht Fakten über unseren Weg in eine nachhaltige Zukunft.

Nachhaltigkeit beginnt – tja, wo beginnt sie eigentlich? Mit dem Kauf eines Elektroautos? Oder mit umweltbewusstem Fahren? Eines ist sicher: Nachhaltige Mobilität beginnt schon viel früher. Nämlich beim Abbau der Rohstoffe und bei der Produktion in der Autofabrik. Hier lohnt sich ein kritischer Blick, vor allem beim Thema Elektrofahrzeuge. Denn die Herstellung der Batterien für diese Autos benötigt sehr viel Energie. Und die Rohstoffe für die Batterien werden mancherorts unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen abgebaut. Aber dazu kommen wir gleich.

Und wo endet die Nachhaltigkeit? Mit der Verschrottung des Fahrzeugs? Sollte das Ziel nicht eine Kreislaufwirtschaft sein, in der möglichst wenige Ressourcen verschwendet werden?

Begleiten Sie uns auf eine Reise entlang der Lieferkette von MINI und zu unseren Produktionsstandorten. Wir präsentieren Ihnen acht Fakten zum Thema nachhaltige Fertigung und umweltfreundliche Autos.

99 % IST DIE DURCHSCHNITT-
LICHE RECYCLING-
QUOTE EINES PRODUKTIONS-
WERKS DER BMW GROUP.

Eine Kreislaufwirtschaft kann nur gelingen, wenn so wenig wie möglich weggeworfen wird – das heisst, wenn Abfälle nicht auf der Mülldeponie oder in der Verbrennungsanlage landen, sondern einer neuen Verwendung zugeführt werden.

Die Herstellung von beinahe 2,5 Millionen Fahrzeugen jährlich in der BMW Group verursacht Abfall, ca. 780’000 Tonnen. Dazu gehört auch Verpackungsmaterial für Bauteile sowie Stahl und Schneidabfälle von Sitzbezügen. Diese Abfälle enthalten wertvolle Ressourcen. Darum werden in einem durchschnittlichen Werk der BMW Group bereits heute 99 % aller Abfälle recycelt. Mit dieser Recyclingquote legen wir schon in der Produktion den Grundstein für nachhaltige Fahrzeuge.

Werkstatt mit Roboter wird die Fabrik der Zukunft
BMW Group nutzt Sekundärmaterialien

BIS ZU 40 % RECYCELTE METALLE.

Nicht viel wegzuwerfen ist eine Sache, aber wo kommen die Rohstoffe und andere Materialien her, die in der Fertigung benötigt werden? Im Interesse einer Kreislaufwirtschaft muss es hier das Ziel sein, einen möglichst hohen Anteil an recycelten Materialien zu verwenden.

Die BMW Group, zu der auch MINI gehört, nutzt in vielen Bereichen schon so genannte «Sekundärmaterialien». Bei Kunststoffteilen beispielsweise liegt der Anteil an recyceltem Kunststoff bei 15 %. Ziel ist es, diesen Anteil mittelfristig auf 25 % zu erhöhen. Bei Metallen ist die BMW Group schon weiter. So stammen bereits 40 % der verwendeten Aluminiumgussteile aus dem Recyclingprozess.

Nachhaltige Materialien mit einem hohen Recyclinganteil leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. Besonders Metalle wie Aluminium sind sehr energieintensiv in ihrer Produktion und haben daher eine relativ schlechte CO2-Bilanz.

18 LPG-LKW SORGEN FÜR EINE UMWELT-
SCHONENDE LOGISTIK.

Es gibt noch eine weitere wichtige Stellschraube zur Verbesserung unserer CO2-Bilanz: 18 Schwerlasttransporter, die Bauteile von Lieferanten entlang 15 verschiedener Strecken durch das Vereinigte Königreich an das MINI Werk in Oxford liefern.

Das Besondere an dieser Flotte? Sie fährt mit Flüssigerdgas (LNG). So leisten diese Lkw einen entscheidenden Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz:

  • Sie verursachen so gut wie keine Feinstaub-Emissionen, da Flüssigerdgas nahezu feinstaubfrei verbrennt.
  • 20 % weniger CO2- und Stickstoffoxid-Ausstoss.
  • Bis zu 90 % weniger CO2-Ausstoss, wenn die Lkw künftig mit Biogas fahren.
  • Biogas stammt aus organischen Haushaltsabfällen und ähnlichen Quellen und gehört somit zu den erneuerbaren Energien.

LNG-Lastwagen sind ausserdem leiser als dieselbetriebene Lkw. So tragen sie auch hörbar zu einer umweltfreundlicheren Mobilität bei.

MINI bereitet sich auf die EV-Zukunft vor und nutzt LNG-Lkw für das Werk in Oxford
Innovatives Verfahren für effizienten und nachhaltigen Lithiumabbau




WIR AKZEPTIEREN NUR UNTERNEHMEN, DIE KOBALT IN MINEN ABBAUEN, IN DENEN DIE ARBEITER GESCHÜTZT SIND.»
Claudia Becker, Expertin für nachhaltigen Einkauf bei der BMW Group

MÖGLICHST VIELE ROHSTOFFE AUS NACHHALTIGEN QUELLEN.

Wie bereits eingangs erwähnt, beginnt Nachhaltigkeit gerade bei der Elektromobilität schon am Anfang der Lieferkette. Dazu muss man wissen, dass für die Herstellung von Autobatterien die Metalle Lithium und Kobalt benötigt werden. Der Abbau beider Metalle steht jedoch immer wieder im Mittelpunkt der Kritik. Denn in einigen Ländern, z.B. dem Kongo, werden Umweltstandards beim Bergbau kaum beachtet. Noch schwerer wiegen Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit. Die nachhaltige Produktion von Elektrofahrzeugen muss Hand in Hand mit sozialer Nachhaltigkeit gehen.

Das Ziel der BMW Group ist klar: 100 % der Rohstoffe wie Lithium und Kobalt sollten aus nachhaltigen Quellen stammen und an hohe Sozialstandards gebunden sein. Aus diesem Grund bezieht die BMW Group Kobalt und Lithium für ihre Batterien seit 2020 aus Australien und Marokko. Die Minen in diesen beiden Ländern erfüllen höchste Nachhaltigkeitsstandards.

Gleichzeitig setzt sich die BMW Group weiterhin für bessere Arbeitsbedingungen im Kongo ein. So unterstützt sie ein Projekt der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das die Arbeitsbedingungen in kongolesischen Minen untersucht und Möglichkeiten zu deren Verbesserung entwickelt.

KEINE MINERALIEN AUS DER TIEFSEE.

Auch in den Tiefen der Ozeane finden sich wertvolle natürliche Ressourcen. Jedoch lassen sich die ökologischen Folgen des Tiefseebergbaus noch nicht abschätzen. Daher ruft unter anderem der WWF Deutschland zu einem Moratorium für den Tiefseebergbau auf, bis dessen Folgen vollends erforscht sind und der Schutz der Tiefsee gewährleistet werden kann.

Aus diesem Grund hat die BMW Group eine Initiative zur Unterstützung des Moratoriums ins Leben gerufen. Für MINI bedeutet dies, das wir weder Mineralien aus der Tiefsee einsetzen noch in den Tiefseebergbau investieren.

Für den Schutz der Tiefsee vermeidet BMW Group auf Mineralien der Tiefsee
11’500 Sonnenkollektoren für 100 % grünen Strom.

11’500 SONNEN-
KOLLEKTOREN FÜR 100 % GRÜNEN STROM.

Sie bedecken eine Fläche von fünf Fussballfeldern und dienen der nachhaltigen Produktion in unserem Werk in Oxford. Worum es geht? Um 11’500 Sonnenkollektoren auf dem Dach unseres Produktionsbetriebs. Mit einer Fläche von 20’000 m2 erreicht unsere Solaranlage eine Leistung von drei Megawatt und deckt 100 % des Strombedarfs unseres Hauptwerks. Mit der gleichen Menge Strom könnten 850 Haushalte versorgt werden. Gut fürs Klima: Dank der eigenen Solaranlage auf dem Dach konnte das MINI Werk in Oxford seinen jährlichen CO2-Ausstoss um 1’500 Tonnen senken.

Aber unser Werk ist nicht das einzige mit umweltfreundlicher Energieversorgung. Alle 30 Produktionsstandorte der BMW Group werden zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben.

41 % WENIGER STROMVERBRAUCH.

Wir haben grosse Fortschritte beim Wechsel zu erneuerbaren Energien gemacht, aber eine umweltfreundliche Produktion erfordert auch eine Senkung des Energieverbrauchs. Und hier haben die Mitarbeitenden in der Stadt, in der Harry Potter gedreht wurde, selbst ein wenig gezaubert: Alleine im Jahr 2018 haben sie den Stromverbrauch unseres Werks in Oxford um 41 % gegenüber dem Vorjahr gesenkt, unter anderem durch den Austausch von 18’000 Glühbirnen durch LED-Lampen. 

Doch der schonende Umgang mit Ressourcen ist keine Zauberei. Auch im MINI Werk in Swindon (England) spielt das Dach eine entscheidende Rolle: Auf dem 8’000 m2 grossen Flachdach wird Regenwasser gesammelt. Das Wasser wird anschliessend zur Reinigung, Pflanzenbewässerung und für die Toilettenspülung genutzt. Auch so kann Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie aussehen.

MINI in der Werkstatt für eine ressourcenminimierte Produktion.
Recycelter MINI Schlüsselanhänger

SCHWERPUNKT AUF NACHHALTIGEN MATERIALIEN.

Lederausstattungen, vor allem Ledersitzbezüge, sind sehr beliebt. Bei MINI nutzen wir bereits seit geraumer Zeit nachhaltige Alternativen. Ausserdem prüfen wir, ob wir anstelle von Leder mehr recycelte Materialien verwenden können. In Zukunft würden wir gerne ganz auf Leder verzichten und unseren Kunden stattdessen innovative Materialien anbieten, die bei Qualität und Sitzkomfort keinerlei Abstriche erfordern – und dem zeitlosen Innendesign unserer Fahrzeuge gerecht werden.

Die MINI Lifestyle Collection steht schon lange für die Verbindung von herausragendem Design mit nachhaltigen Materialien. Der MINI Bracenet Schlüsselring sorgt nicht nur dafür, dass Sie Ihren Autoschlüssel immer zur Hand haben. Er besteht aus Stücken von so genannten «Geisternetzen» – Fischernetzen, die auf See verloren gehen oder absichtlich im Meer entsorgt werden und für viele Tierarten eine Gefahr darstellen.

MINI hat auf dem Weg zu einer nachhaltigen Produktion bereits wichtige Erfolge erzielt. Aber wir wissen natürlich, dass noch einiges an Arbeit vor uns liegt. Wir werden jede Möglichkeit nutzen, um unsere Nachhaltigkeitsziele auf allen Gebieten, nicht nur in der Produktion, zu erreichen. Unser umweltbewusster Ansatz bringt uns jeden Tag ein Stück weiter auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität.